Home Rennberichte Rennbericht Brno, von Tobias Schneider
Rennbericht Brno, von Tobias Schneider PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter Schulte Wien   
Sonntag, den 14. Oktober 2012 um 16:55 Uhr
Rennbericht Brno, von Tobias Schneider
 
Die IG Königsklasse hat zum letzten Lauf der Saison 2012 zum Autodromo Brno geladen.

 

 

Bis auf die Serienklasse standen schon alle Meister der IG Königsklasse fest. Leider konnte Ron aus privaten Gründen nicht nach Brno kommen. Peter hat einen hervorragenden Job gemacht und als wir Freitags angereist waren hatten die Prinzessinnen schon die Nennungsformulare vor ausgefüllt von Peter für uns bereit. So konnte dann auch direkt am Freitag noch die Technische Abnahme gemacht werden und es war noch genug Zeit sich über Axel´s badisches Bier herzumachen. Danke Axel, lecker wars. Neben dem leckeren Bier von Axel gab es am Freitag Abend auch noch einiges an Benzingespräch, super leckere Mohrenköpfe von Andreas und viel zu lachen.
 
Samstag morgens begann unser Tag schon ganz früh. Das erste freie Training begann pünktlich um 9:00 Uhr. Für mich hieß es erst mal schauen wo es lang geht, war ja immerhin mein erstes mal in Brno. Alles sehr weitläufig. Auf dem Moped geht es den Berg hoch doch einfacher wie mit dem Fahrrad am Abend zuvor. Am Ende des ersten freien Trainings hatte ich dann eine 2:34:990 auf dem Laptimer stehen. Danke Jörg das Du mir gezeigt hast wo es hin geht. Leider konnte ich noch nicht ganz folgen. Aber es war ja erst das erste Training. Thomas hatte Probleme mit den Bremsscheiben, von daher war auch hier noch Potenzial nach Oben. Für Ivo war es auch der erste Ausflug nach Brno, auch hier war am ende des Wochenendes eine deutliche Leistungskurve nach oben erkennbar. Nach den ganzen Problemen mit meinem Moped über die Saison, speziell mit der „gemachten“ Gabel hatte ich mich vorab entschieden die Originalgabel aus Doris ihrer RS spazieren zu führen. Dies hatte sich als Goldrichtig erwiesen, ich fühlte mich richtig wohl auf meinem Moped.
 
Pünktlich um 11:09 Uhr ging es wieder raus auf die Strecke, das erste Zeittraining stand auf dem Plan. Ich wusste immer noch nicht so ganz wo es hin geht auf der Strecke, merkte aber deutlich das alles immer geschmeidiger wird und ich in fahrt komme. Ich konnte mich direkt um über 4 Sekunden verbessern und hatte eine 2:30.692 auf der Uhr stehen als das Training vorüber war. Ivo schlug sich wacker und knappste seiner Zeit auch einige Sekunden ab. Aber was war da los mit Thomas, freitags bei den freien Trainings noch mit 2:35er Zeiten unterwegs gab es heute einen heftigen Kampf mit Jörg um den vordersten Startplatz der Serienkämpfer. Er fuhr eine 2:27.619 und somit 0,005 sec. langsamer als Jörg. Das Zeittraining war echt entspannt, durch die Länge der Strecke kamen nicht unentwegt die schnelleren von hinten. Bevor das 2te Zeittraining um 14:43 Uhr auf dem Plan stand ließen wir es uns noch im Restaurant im Fahrerlager gut gehen. Nur Ivo meinte anstatt zu essen schrauben zu müssen. Was sich im nach hinein als goldrichtig erwiesen, seine Aprilia lief mit anderen Vergasern im 2ten Zeittraining dann endlich richtig.
 
Das 2te Zeittraining verlief wie auch schon das erste recht unspektakulär. Am ende schaffte ich es die 2:30er Marke zu knacken. Eine 2:29.269 reichte leider nicht um Thomas oder Jörg hinter mir zu halten, aber in der Startaufstellung stand somit nur Roman zwischen uns. Ich war zufrieden. Jörg und Thomas konnten sich Zeiten mäßig nicht mehr verbessern. Ivo hingegen fand mit seiner Aprilia nochmals 4 Sekunden.
 
In der Königsklasse der IG Königsklasse konnte sich nach beiden Zeittrainings Thomas Krauß vor Gerold Elstner behaupten. Stefan Bayer und Ajax Kühn rundeten das 500er Feld ab.
 
Ganz vorne im Starterfeld der 250er und 500er Stand Othmar mit einer fantastischen 2:15.239 auf seiner Yamaha TZ250. Auf P2 und P3 folgten Michael Feldle auf seiner Honda RS250 vor Heinz Scheidt auf der Förster Aprilia RS250. Frank Koch konnte mit seiner Honda RS250 nur den 4ten Startplatz vor unserem Meister Axel Friedrichs und Andreas Götti sichern. Peter (Honda RS 250) sicherte sich den guten 5ten Startplatz vor Robert Dehner (Honda RS 250), Jens Bebjolka (Aprilia RSW250), Uwe Bärwald (Yamaha TZ250), Franko Piesner (Honda RS 250), und Roman Pirkl (Honda RS 250). Uwe Kallenbach (Yamaha TZ250) rundete das Feld nach hinten ab.
 
Bei den 125er / Moto 3 Motorrädern konnte sich Maurice Ullrich auf seiner Aprilia RSW125 mit einer 2:15.697 den vordersten Startplatz vor Marcel Schultheiss auf einer Honda NSF250 (2:17.280) sichern. Der 3te Startplatz ging an Lenno Huthmacher (Derbi RSW125GP) welcher im ersten Training eine 2:19.901 erreichte, leider konnte Lenno auf Grund eines technischen Defekt nicht weiter in das Renngeschehen eingreifen. Von Platz 4 aus startete Carmen Geissler (Moriwaki MD250H) vor Moritz Klaus (Honda RS125R), Steffen Grämer (Aprilia RSW125), Aron Mangler (Yamaha TZ125), Robrecht Roosen (Honda RS125R), Jürgen Cramer (Honda RS125R), Winfried Mühling (Honda RS125R), und Jesper Levinsen (Honda RS125R). Nico Tietze auf seiner Aprilia RS125 verpasste knapp den vorletzten Startplatz. So, nun genug der trockenen Fakten. Um 16:46 stand das erste Rennen der IG Königsklasse auf dem Plan... Hm, wo muss ich hin? Gut das ein Einweiser in der Startaufstellung steht. Nun heißt es auf die Bummler warten. All zu lange dauert es nicht bis sich alle eingefunden haben. So, auf in die Aufwärmrunde, ende Start/Ziel rechts, links, geradeaus und wieder links. Hä, was das? Da liegen schon 2 125er Moppeds in der Wiese. Unter einem ein kleines Feuerchen... Na hoffentlich heißt es nun nicht direkt wieder rein in die Boxengasse und Startabbruch. Wir stehen alle wieder in der Startaufstellung, es gibt keinen Abbruch, scheinbar waren die Steckenposten schnell genug.
 
Also, volle Konzentration, Visier runter Drehzahl rauf. Die Ampel schaltet sehr schnell von rot auf aus. Drehzahl passt, leider lass ich die Kupplung dann doch zu schnell kommen, komme aber trotzdem recht gut weg. So, erstmal nen Überblick verschaffen, ich bin der erste der Serienfahrer. Jörg dicht rechts neben mir. Okay, also nen Meter später bremsen und zu machen. Hat geklappt, links rum und gerade leicht den Berg hoch, ui, was das, es war Frank Koch, hat wohl den Start ein wenig vermasselt...Bis zum Omega hab ich mich wieder rangekämpft und kann direkt an Uwe vorbei gehen. Leider denkt er sich wohl, was Du kannst kann ich schon lange und holt mich vor der Kehre am tiefsten Punkt der Strecke direkt wieder auf der Bremse. Mist... Nun geht’s den Berg rauf, links rechts, hoch... Herjeh, der Thomas hats aber auch eilig, kurz vor obern geht er auf der Geraden an mir vorbei. Also, mal wieder die Bremse offen lassen, so kann ich vor Thomas in die links und die rechts auf Start/Ziel einbiegen. Leider dauert es nicht all zu lange und ich bin Futter für Thomas. Naja, nur nicht aufgeben, immerhin ist Jörg noch hinter mir... Als es ende der Runde wieder Bergauf geht ist aber auch das wieder Geschichte. Ich klemm mich also an Jörg ran, er war im Training ja nur über 3 sec. schneller. Auf der Geraden wackelt es dann plötzlich, ein Windzug, Jens auf seiner RSW250 kommt von hinten angeflogen. Es sollte aber noch nicht genug sein, auf dem nächsten geraden Stück kommt noch eine Honda von hinten angeflogen. Hieran kann ich mich im Omega dann noch mal vorbeimogeln. Dieser Zustand hält aber auch wieder nur bis es den Berg hoch geht. 2 Runden später, es geht wieder den Berg hoch, links recht, oh, was ist das, liegt doch da so nen schönes Gelbes Moped auf der Strecke. Bis zum Ende des Rennens konzentriere ich mich darauf das mir nicht das selbe wie Thomas passiert und treibe das Feld vor mir her. Nach dem Samstäglichen Rennen ist Zeit sich neu zu sortieren und auf den Sonntag vorzubereiten. Zuerst geht es aber noch zur Siegerehrung. Hier wurde dann auch angekündigt dass es am Abend beim Pirellitruck noch Freibier gäbe.
 
Zurück in der Box kam dann auch recht schnell die Idee auf sich mal um das Freibier zu bemühen. Nach leichten Schwierigkeiten mit der Kommunikation schafften wir es letztendlich doch uns an dem Kühlen nass zu erfreuen. Hat echt gut geschmeckt. Vor lauter Bier und anschließendem Essen haben wir auch noch die von Peter angekündigte IGK-Fahrerbesprechung verpasst. Mann muss auch mal auf was verzichten können. Trotz der verpassten Besprechung konnten wir uns doch noch an einigen Benzingesprächen erfreuen. Gegen 00:00 Uhr war dann doch auch langsam Aufbruchszeit, mein Plan in der Box zu schlafen erschien mir aufgrund der Nähe zum Pirellizelt und der dort abgespielten Musik bei voller Lautstärke nimmer als der beste. Es blieb mir nicht viel anderes übrig als bei Michael und seinen Mannen am Bus zu klopfen um den Boxenschlüssel zu erbeten. Kurzerhand wurde also die Box abgesperrt und ich machte mich mit meinem Wurfzelt auf in´s Brünner Niemandsland. Die Bilder wie Grüni im Pirellizelt abrockt ließen mich dann auch recht schnell ins Land der Träume entgleiten.
 
Sonntag 09:20 Uhr, es wird Zeit fürs WarmUp. Reifenwärmer runter, gang rein, raus aus der Box. Fu**, direkt wieder rein, da war das kleine rote Licht das schon am Samstag im Rennen flackerte, vielleicht sollte ich nicht ohne Öl nachzufüllen los düsen. Also Moped wieder rückwärts rein in die Box. Mit tatkräftiger Hilfe von Lenno und Istvàn war ich innerhalb von knapp 30 sec. wieder Einsatzbereit. So könnte das immer laufen. Aufgrund des verzögerten Startes meinerseits und auch dem aufgrund deutschen Spritmangels leicht ausgedünnten Warm Up Starterfeldes konnte ich gemütlich meine Runden drehen. Brno ist schon ne schöne Strecke. Wobei, Hauptsache Moped unterm Popo und Vollgas  
 
So steht dann auch das 2te Rennen auf dem Plan. Die 125er dürfen wieder vor uns starten. Als sie die erste kurve passiert haben wird die Ampel wieder rot, gleich geht’s los.
 
Nach knappen 2 sec. ist die Ampel auch schon aus. Drehzahl ist oben, mist, schon wieder zu schnell die Kupplung kommen lassen, also schnell wieder bissel gezogen und es geht doch recht annehmbar vorwärts. Auch die anderen um mich rum sind recht gut los gekommen. In die erste Kurve schaffe ich es wieder vor Jorki einzubiegen.
 
Leider hält dieser Zustand nicht allzu lange an. Schon nach dem links umlegen und vor dem nächsten links abbiegen hat sich Jorki schon neben mich gesetzt und ich kann mich seinem Angriff nicht erwähren!
 
Es dauert nicht allzu lange und Jorki schnappt sich auch noch den Uwe. So geht es dann Franko, Jorki, Uwe und ich mit jeweils einigen Metern abstand weiter. Jorki schafft es dann recht zügig die Meter zu Franko zuzufahren. Durch eine zu überholenden 125er Fahrer wird Jorki dann ein wenig mehr als Franko aufgehalten und Uwe und ich können direkt in Jorkis Windschatten aufschließen. In diesem Windschatten schließen wir gemeinsam dann auch zu Franko auf. Im Omega stiehlt sich Jorki dann auch direkt an Franko vorbei. Ich hänge leider noch hinter Uwe welcher nun direkt an Frankos Hinterrad ist. Jetzt heißt es kämpfen kämpfen kämpfen, nur nicht den Anschluss verlieren und hoffen das Franko sich an Jorkis Hinterrad festbeißen kann. Es kommt wie ich hoffte und Jorki schafft es nicht sich von uns frei zu fahren. So geht es dann in der Reihenfolge noch 2-mal um die Strecke, beim 3ten mal auf Start/Ziel kann Franko an Jorki vorbeiziehen. In der folgenden rechts wird Jorki dann durch Franko leicht aufgehalten und so kann sich Uwe auch am Kurvenausgang direkt neben Jorki setzen und vorbei ziehen. Das sich Jorki sich dies nicht gefallen lassen will ist mir recht schnell klar und es kommt wie es kommen muss, ende des nächsten gerade Stückes zur folgenden links hin schert Jorki aus und setzt sich neben Uwe. Gegen jede Logik überwinde ich mich und ziehe mit. Es klappt, wir kommen beide auf der Bremse an Uwe vorbei.
 
Dann noch schnell um die links und die nächste rechts rum und es geht runter zum Omega. Rein ins Omega, rechts, rechts links, gerade. In der nächsten links positioniere ich mich rechts von Jorki und kann so schön die nächste rechts innen nehmen und mich ausgangs Omega vor Jorki den Berg runter positionieren.
 
Wider jeglicher Erwartung kommt in der Kehre kein Konter von Jorki. Für mich heißt es nun nur noch Augen zu und durch. Es ist in diesem Moment nur noch Frank vor mir. Also schnell den Berg hoch und oben dann noch mal links rum, ui, schnell dem Franko ausweichen der beschließt mal schnell in die Box abzubiegen.
 
Leider weiß ich nicht was los war. Dann noch schnell rechts rum und ab auf Start/Ziel. Der Abwinker ist noch nicht da, aber dafür wird angezeigt dass wir uns in der letzten Runde befinden. Ich vermeide es mich umzudrehen und konzentriere mich nur darauf was vor mir passiert. Das letzte Mal biege ich auf Start/Ziel ein, keine ist vor mir, ich mach mich so klein wie möglich und konzentriere mich nur noch darauf die Gänge sauber zu schalten. Mit einer 2:26,524 beende ich mit meiner schnellsten Runden an dem Wochenende als erste Serienklassefahrer das Rennen. 
 
Ich freue mich riesig auf 2013 und eine hoffentlich größere Beteiligung der Mitstreiter in der Serienklasse!
 
Tobias Schneider
 
 
 
Vielen Dank an Tobias für den schönen Rennbericht.
 
Die Ergebnisse aus Brünn findet ihr hier:
 
 
Einen interessanten Video Bericht der DRC findet ihr unter diesem Link.
Lohnend wirklich die Kommentare von Jürgen Fuchs zur Strecke!
 
 
Extrem spannend ging es bei den 500ern un den 125ern  in Rennen 1 zu!
 
Thomas Kraus, Stefan Bayer und Gerold Elstner klärten die Rangfolge erst in der letzten Kurve.
Letztendlich lagen die 3 innerhalb von 0,4 Sec.
 
Noch enger ging es bei den 125ern zu.
Gaststarter Frank Kunzmann gewann mit 0,04 Sec Vorsprung die Windschattenschlacht mit  Moritz Klaus.
Das Ergebnis musste angepasst werden, da Uto Haag aufmerksam den Video Beweis geführt hatte.
Durch die verschiedenen Montageplätze der Transponder war laut Zeitnahme Moritz Klaus der Sieger.
 
Im Rennen 2 hatte ich das Vergnügen im engen Kampf um Platz 5 mitzuwirken.
Letztendlich lagen zwischen dem Fünftplatzierten Jens dem Sechsten Robert Dehner und mir weniger als 1 Sec.
 
Die sportlichste Geste am Wochenende zeigte der 250er Meister Axel Friedrichs!
Nachdem seinem Freund Andreas Götti zum zweiten Mal in dieser Saison der Motor kapital kaputt gegangen war, stellt er ihm seien Maschine zur Verfügung und versuchte sich als Teamchef.
Ich denke es war für Axel das aufregendste Rennen der Saison, er wollte seine Maschine für Andreas perfekt herrichten und dies scheint ihm auch gelungen zu sein.
 
An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei Axel für seine Bier Spende und bei Andreas für die köstlichen Mohrenköpfe bedanken!
 
Ron, Grüni und ich sind jetzt mit den Planungen für die Saison 2013 beschäftigt und werden euch hier informieren, sobald es Neuigkeiten gibt.
 
Viele Grüße
 
Peter
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 06. August 2015 um 20:39 Uhr
 

IG Königsklasse

Sponsoren

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Letzte Inserate

 
Valid XHTML & CSS- Copyright © 2012 by IG Königsklasse