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Das Saisonfinale Hockenheim PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter Schulte Wien   
Dienstag, den 04. Oktober 2016 um 21:22 Uhr

Die Entscheidung!

Das Saisonfinale Hockenheim

Motodrom
 
Vom 23.09. – 25.09.2016 gastierte die IG Königsklasse bei der IDM in Hockenheim.
Hier haben wir unser letztes Rennen der Saison abgehalten, und es war an Spannung kaum zu überbieten.
Bei bestem Rennwetter wurde hart gekämpft und alles gegeben, vor der Winterpause wurde richtig aufgetrumpft.


Zunächst ein paar Worte zur Serienklasse: Zwar stand hier schon vorzeitig fest, das Daniel Wolf in 2016 Meister werden wird, aber er ließ es sich nicht nehmen, auch im letzten Lauf noch einmal zu zeigen, warum das so ist. Er hatte, wie es schien, seine ganze Familie incl. Freundeskreis mitgebracht, um gebührend zu feiern. Entsprechend war die Motivation. Trotzdem wollte sich der Rest des Feldes nicht vorführen lassen, uns so kam es zum heißen Showdown zwischen Daniel und vor allem Björn Steinmetz. Im Qualifying hatte Björn mit einer 1:40,5 sehr gut vorgelegt, Daniel fehlten noch 0,6sek in der Startaufstellung. Aber dann im ersten Rennen drehte sich das Blatt: Daniel gewann nach einem langen und intensiven Zweikampf das erste Rennen.

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Seine beste Runde hatte er mit der Fabelzeit von 1:39,8 gedreht. Das brachte selbst die Fahrer der 250GP Klasse ins schwitzen! Es hat sich mal wieder gezeigt, Motorleistung ist nicht alles. In unserer Serienklasse werden anspruchsvolle Rennen mit Standardmaterial gefahren.

Für das zweite Rennen legte sich Björn nun eine ganz spezielle Taktik zurecht. Eine Wiederholung wie im ersten Rennen sollte es nicht geben. So war der Plan, bis zur letzten Runde hinter Daniel zu bleiben, um dann im letzten Moment die Sache klar zu machen. Und genau so hat er es auch umgesetzt: In der letzten Runde liefert Björn eine 1:39,7 ab, überholt Daniel, und ist der Sieger unseres aller letzten Rennens der Saison. Das war an Unterhaltung und Qualität wohl kaum zu überbieten.

11Björn  Papa

(Hier ist Björn mit seinem stolzen Papa Peter)


Bei beiden Rennen wurde der dritte Platz von unserem langjährigen Mitglied Tobias Schneider #227 belegt, der sich damit nach seiner Babypause standesgemäß zurück gemeldet hat.

227
Hinter Daniel wurde der zweite Platz der Meisterschaft von unserem Stammfahrer Jörg Eberhardt belegt, der in Hockenheim wegen eines Schlüsselbeinbruchs leider pausieren mußte. So ist sein Vorsprung auf den drittplatzierten Martin Übel auch nur ein einziger Punkt. Im Gesamten können wir auf eine tolle und spannende Saison zurück blicken.

PodestSerie
 
 
In der 125er Klasse sah es ganz anders aus:
Die Meisterschaft war noch lange nicht entschieden, und wie sich am Schluß herausgestellt hat, wurde bei der letzten Veranstaltung noch einmal alles kräftig durcheinander gewürfelt.
Chris Meyer reiste als Führender der Tabelle nach Hockenheim an, dicht gefolgt von Adrian Hähle und Micky Winkler. Genauso wie praktisch in jedem Rennen, war es also auch in der Tabelle richtig eng. Drei Fahrer hatten noch die Chance auf den Titel, und entsprechend wurde am Wochenende auch Einsatz gezeigt. Unser Meister des Vorjahres, Reiner Scheidhauer, mußte in der Mitte Saison verletzungsbedingt leider pausieren, und so konnte er in den Titelkampf nicht eingreifen, jedoch wenigstens sein Comeback bei der IGK in Hockenheim feiern.
Nach dem Qualifying wurde ein weiteres Mal das hohe Niveau der 125er Klasse bewiesen: Die ersten drei 125 Fahrer lagen im ersten Drittel des gesamten IGK Feldes, angeführt mit Adrian (1:41,3), Micky (1:41,9), sowie dem 2015er Meister der Serienklasse, Boris Pütz (1:43,4). Alle sind auf einer Honda RS125R unterwegs.
Chris hatte zu diesem Zeitpunkt noch etwas Rückstand mit seiner besten Runde von 1:44,2.

125er Meute

Im ersten Rennen legte Chris einen Raketenstart hin, und schoß nach vorne um in den Kampf um den Sieg einzugreifen.
In den ersten Runden wechselten die Positionen unzählige Male, und so lag kurzfristig jeder der 4 Ersten des Qualifying auch mal in Führung.

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91 sachs

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Mittelfristig bestätigten Adrian und Micky jedoch Ihre Leistung aus der Qualifikation, und kamen in gleicher Reihenfolge ins Ziel. Um Platz drei jedoch entwickelte sich ein harter und zäher Kampf. Zunächst lag Chris vorne. Boris arbeitete sich Runde für Runde, ganz langsam, immer näher, um dann, kurz vor Schluß, die Sache klar zu machen und sich den dritten Platz zu sichern – Ganz zur Freude von Adrian, der so natürlich das Punktepolster vor Chris in der Tabelle ausbauen konnte.
Das zweite Rennen am Sonntag sah etwas anders aus. Vor allem Chris hatte der Ehrgeiz gepackt. Es schien als hätte er über Nacht noch so einige Pferdchen in seiner Honda RS125R gefunden, da sein Motorrad einfach fantastisch gut lief. So setzten sich Adrian, Micky und Chris vom restlichen Feld etwas ab. Alle drei fuhren 1:41er Rundenzeiten. Auch hier gab es mehrere Positionswechsel. Am Schluß konnte dann aber Micky die Sache klar machen und den Sieg einfahren. Zweiter wurde Chris, gefolgt von Adrian.

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Und jetzt hieß es: Kopfrechnen oder Taschenrechner raus. Der Punkte Abstand in der Tabelle war nämlich minimal. Adrian ist mit 4 Punkten Vorsprung der Meister in der 125er Klasse im Jahr 2016. Glückwunsch dazu. Die Fahrer des zweiten und dritten Platzes in der Meisterschaft sind sogar Punkte gleich – und so mußte die Anzahl der Siege den zweiten Platz entscheiden. Und da hatte Micky Winkler die Nase vorn, was bedeutet das Chris letztendlich auf dem dritten Platz gelandet ist.
Alles in allem ein echtes Herzschlag Finale. Und die gesamte IG Königsklasse freut sich, das die beiden Erstplatzierten aus unserem Nachwuchs kommt: Adrian und Micky sind beide noch nicht volljährig. Wir freuen uns schon jetzt drauf zu sehen, wie sich das in den nächsten Jahren weiter entwickeln wird.


In der 250er Klasse war vor Hockenheim noch vieles möglich. Als klar war, dass es trocken blieb, reduzierte sich der Kreis der ernsthaften Titelaspiranten auf Heinz Scheidt mit der Förster Aprilia RS250 und den mit 18 Punkten Vorsprung angereisten Carsten Schröter auf seiner Yamaha TZ250. Aber auch Bernd Herman wollte bei seinem Heimrennen vorne mitmischen, nach längerer Pause gastierten auch Andreas Götti und Axel Friedrichs wieder in Hockenheim.
Nach den beiden Zeittrainings war klar, dass Heinz Scheid der schnellste Viertelliter Pilot auf der Piste war. Es folgten der dänische Gaststarter Kenny Mathiessen  auf seiner wunderschönen Docshop TZ250, Andreas Götti, Bernd Hermann und Carsten Schröter.
Für Heinz lief es also nach Plan, wenn das auch 2 x der Zieleinlauf gewesen wäre, hätte er Carsten den Titel noch entrissen.
Hätte, hätte…. aber es kam ganz anders.
Heinz war in der ersten Runde nach dem Start übermotiviert, stürzte in der Mercedes Arena und musste das Rennen aufgeben. Kenny musste weit gehen  und viel weit zurück. So konnte Andreas sein Comeback in der Saison mit einem Sieg krönen, Bernd Herman folgte auf Rang 2 und unser frischgebackener Meister Carsten Schröter manifestierte seinen Titel mit Rang 3.

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Kenny konnte noch bis auf Rang 4 vorfahren und Hendrik Hoch auf Honda sicherte sich den letzten Platz in den Top 5. Einen schweren Sturz erlitt Werner Cvetko mit seiner Honda Rs250 Ausgangs der Mercedes Arena. Zwar blieb er glücklicherweise unverletzt, jedoch zerstörte er seine Honda so sehr, dass sein Schrauber Klaus über Winter wohl extra Schichten einlegen muss.
Leider konnte auch die Förster Aprilia von Heinz Scheid für das zweite Rennen nicht startklar gemacht werden, so bleib der Platz in der Startaufstellung leer. Für das Rennen hatte Bernd Herman #58 sich viel vorgenommen und konnte nach spannendem Zweikampf in seiner IGK Debüt Saison den ersten Sieg einfahren.

58 hinter 291

Es folgte Andreas, auf den Plätzen 3-6 gab es keine Veränderungen zum ersten Lauf.

Podest250


In der 500er Klasse reiste Jörg Schöllhorn #3 mit seiner Yamaha YZR500V4, als Titelfavorit mit 25 Punkten Vorsprung, vor Ron Schönfelder auf der neuen Ronax500V4 nach Hockenheim. Nur reiste Schölli ohne sein Motorrad an, was war passiert ? In der Vorwoche war Jörg als letzter deutscher Meister der 500er Klasse zu den Hockenheim Classics eingeladen. Dort trat er auch an, allerdings schon mit unerklärlichen Detonationen. Wieder zu angekommen checkte er seine YZR500 und stellte einen Lagerschaden an einer Kurbelwelle seines Bikes fest. In der Kürze der Zeit war dieser nicht zu beheben.  Wahrscheinlich hätte so Ron und die Ronax Crew den Titel geerbt. Doch einen Titel zu erben, von einem Freund und Mitstreiter, der sich dem Titelkampf nicht stellen kann, kam für die Ronax nicht in Frage. Jörg, der schon bei den GP Legends- Läufen am Sachsenring eine Ronax pilotierte bekam kurzerhand einen der Prototypen von der Ronax Crew gestellt.

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Die Trainings verliefen recht spannend. Jörg musste sich in der wenigen Fahrzeit wieder an die Ronax gewöhnen und war am Ende dritter im Zeittraining. Niggi Schmassman,  auf Yamaha YZR500V4 unterwegs, drehte ebenfalls sehr schnelle Runden. Allerdings musste er sein Bike nach wenigen Runden mit gebrochenem Kolben abstellen. Aber Niggi wäre nicht Niggi, er fuhr einfach über Nacht nach Hause in die Schweiz und holte sich ein Ersatzgerät, schließlich stand er auf Position 2 in der Startaufstellung.

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Die Pole hatte sich Ron auf der Ronax geholt, wie er sagte mit Luft nach oben.

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Im 1. Rennen folgte dann die Überraschung,  Schölli legte einen Hammerstart hin und fuhr allen davon. Mit zeitweise über 8 Sekunden Vorsprung kontrollierte er das Rennen und sah bis in Runde 9 wie der sichere Sieger aus. Doch der Ronax Prototyp verwerte hin und wieder seinen Dienst und Schölli fiel auf Platz 3 zurück und Niggi gewann das 1. Rennen vor Ron.
Im 2. und letzten Rennen des Tages ließ Ron keinen Zweifel daran, dass die Ronax mit ihrer neu entwickelten Einspritzung ein wettbewerbsfähiges Bike unter den 500er ist. Betrachtet man dann noch den Aspekt, dass sie mit KTM SX125er Straßenzylindern daherkommt, dürfte wohl allen das Potential der Ronax500V4 für 2017 klar sein. Ron drehte im 2. Rennen die schnellste Runde aller 2-Takter des Wochenendes in 1:36.875 und gewann vor Niggi und Wolfgang-Rolf Becker.

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Besonders Rolf genoss das Podium sehr!

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Leider passierte Jörg #3ähnliches im 2.Rennen.  Schölli kämpfte erneut mit der Technik, brachte die Ronax aber dennoch ins Ziel und sicherte sich so den schon verloren geglaubten Meistertitel in der 500er Klasse vor Ron Schönfelder und Ajax Kühn. Wir gratulieren.

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Am Samstagabend trafen sich dann alle zum gemütlichen Beieinandersein bei Grün am Zelt.
Auf Grund vieler fleißiger Helfer hatten wir einen schönen Grillabend mit Bier vom Fass, leckeren Salaten, nahrhaftem Grillgut und feinstem Nachtisch.
Stellvertretend für die vielen Helfer möchten wir uns besonders bei Carola Becker, Kathy Schönfelder und Michael Feldle bedanken.

 

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