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Montag, den 03. März 2008 um 02:21 Uhr

Die 125er Klasse

Honda RS 125R Motor Baujahr 2001 mit JHA Zylinder und VHM Kopf

Die überwiegend in dieser Klasse gefahrenen Maschine ist die Honda 125 RS. Sie ist robust, einfach einzustellen und die relativ preiswerten Ersatzteile können über jeden Honda – Händler bestellt werden.

Der Motor ist ein 1-Zylinder, membrangesteuert im Einlass und leistet ab Werk ca. 44 PS. Mit entspr. Spezialteilen kann die Leistung bis auf ca. 55PS gesteigert werden, allerdings zu hohen Preisen. Solche Motoren laufen in der IDM und in der WM. Einige ältere Yamaha TZ 125 und Aprilia RS aus dem Junior – Cup sind ähnlich aufgebaut und starten bei uns, sind aber nur noch bedingt konkurrenzfähig.

Als Gaststarter haben wir auch schon mal den Produktionracer von Aprilia bei uns. Diese Motoren haben an der rechten Seite einen Drehschieber als Einlass. Sie sind schnell, aber teuer und schwieriger einzustellen. Mit so einer Maschine wurde Gabor Talmacsi 2007 Weltmeister. Die neueste Variante 2008, RSA genannt, hat den Drehschieber hinter dem Zylinder quer zur Fahrtrichtung sitzen, wobei der Antrieb über Kegelräder erfolgt.

Alle diese High-tech-Motoren haben Auslasssteuerung mittels Schieber, Walze oder Klappe, um die Leistung im mittleren Drehzahlbereich zu verbessern.

Die 250er Klasse.

Aprilia RSV250 Ansicht rechts

Sie ist praktisch eine Verdoppelung der 125er Klasse, hat also 2 Zylinder, welche nebeneinander in V – Form angeordnet sind. Dominierend ist auch hier die Honda RS 250, aber auch die Yamaha TZ 250 schlägt sich noch gut. Während Honda die Membranen und Vergaser an der Rückseite anordnet, hat die Yamaha diese Teile rechts vorne und links hinten angebracht. Auslassteuerung ist bei allen obligatorisch. Die Leistung liegt zwischen 85 und 95 PS.

Aprilia RSV250 Motor Ansicht rechts auf Drehschieber.

Eine weitere interessante Konstruktion ist die Aprilia RSV 250, wie sie unser Mitglied Jens Bebiolka bei uns an den Start bringt. Ebenfalls in V – Form angeordnet, liegen die Kurbelwellen übereinander und drehen gegenläufig, wodurch die Ausgleichswelle gespart wird. Die Drehschieber und Vergaser sind seitlich angebracht (siehe Foto) und die Leistung liegt bei 90 – 95 PS. Besonderheit: Das Kurbelgehäuse ist wassergekühlt. Als Werksmaschine hat dieser Typ mit bis zu 110 PS in den letzten Jahren mehrere WM – Titel gewonnen!

Um die Weltmeisterschaft konkurriert auch die KTM 250, welche als einzige als Parallel – Twin mit Membransteuerung konzipiert ist. Die Leistung ist der Aprilia in etwa ebenbürtig.


Die Klasse Serie

Serienmaschinen wie Yamaha TZR250, Aprilia 250 RS und Suzuki RGV 250 sind ähnlich aufgebaut wie die 250er Rennmaschinen, d.h. V – Motoren mit Membran-einlass und leisten ab Werk ca.60 PS.

Die 500er Klasse.

Werks Honda 500 V4

Die 500er Klasse ist zweifellos die fahrerisch anspruchvollste, aber auch die technisch interessanteste Klasse. Hier fahren Maschinen mit 2, 3 und 4 Zylindern. Bei der IGK starten derzeit vorwiegend aufgebohrte 2-Zylindermaschinen mit 360ccm in V – Anordnung sowie die 4 – Zylinder Suzuki`s RGV 500 mit Drehschiebereinlass. Hier sind die Zylinder in Quadratform angeordnet, der Antrieb zum Getriebe erfolgt aus der Mitte auf eine Zwischenwelle, da an der Außenseite die Drehschieber und Vergaser angeordnet sind. Die Leistung dieser umgebauten Serienmaschinen liegt bei 100 bis 115 PS, die der Yamaha V2 mit 360 ccm bei 90 bis 100.

Wesentlich interessanter ist die Dreizylinder Honda RS 500. Sie hat einen V – Motor, bei dem 2 Zylinder parallel stehen, während der 3. und mittlere um 112 Grad nach unten geneigt ist. Die Zündfolge ist 3 x 120 Grad. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass der Motor kaum breiter als ein Zweizylinder baut. Die Kraft wird auf eine Zwischenwelle mit Ausgleichsgewicht übertragen und weiter auf die Kupplung bzw. das Getriebe. Das Mindestgewicht beträgt 115 Kg, die Leistung liegt bei 125 – 130 PS.

Mit einer solchen Maschine wurde Freddie Spencer 1983 Weltmeister! Die käufliche Version hatte 125 PS Leistung, wog aber 125 – 130 Kg. Leider startet zur Zeit keine dieser Maschinen bei uns, obwohl noch 20 Stück davon in Deutschland herumstehen.

Yamaha 500 V4 Motor

Ersatzteile sind nicht mehr lieferbar, die Fahrer müssen sich deshalb selbst helfen.

Eine Weiterentwicklung der Honda war die 3 – Zyl.-Modenas des Kenny Roberts-Teams. Das Bild des Motors zeigt, dass die Membranen direkt in`s Kurbelgehäuse führen, wie heute üblich. Die Leistung in der 3. und letzten Ausbaustufe 2003 betrug 165 – 170 PS.

Von der Yamaha V4 gibt es in Deutschland noch 6 Stück. Bei diesem Motor sind 2 Doppelkurbelwellen übereinander angeordnet und drehen gegeneinander, wodurch keine Ausgleichswelle nötig ist. Die Fahrwerke wurden von Harris und ROC gebaut.

Unser Mitglied Rolf Becker hat versprochen, seine Maschine 2008 gelegentlich wieder einzusetzen. Gewicht:130 Kg, Leistung 160 – 170 PS!


Modens 3 Zylinder Honda 500


Ein weiterer V4 – Motor war in der Werks – Honda in den Jahren 1984 bis 2001 zu finden, mit dem insgesamt 10 Weltmeisterschaften gewonnen wurden. Dieser Motor hatte nur eine Kurbelwelle. Die Kraftübertragung erfolgte zuletzt aus der Mitte über eine Ausgleichswelle auf das Getriebe. Das Gewicht lag auch hier bei 130 Kg. Und die Leistung soll bis zu 200 PS betragen haben!

Nachstehend einige Bilder der Motoren bzw. Maschinen.

Autor: Jürgen Karrenberg

Honda RS500 V3 Ansicht LinksHonda RS500 V3 Ansicht Rechts

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. November 2009 um 21:52 Uhr
 

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