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Vorstellung Boris Pütz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter Schulte Wien   
Donnerstag, den 23. November 2017 um 14:45 Uhr

Werdegang einer IG Königsklasse Karriere

Alle von uns die diese Zeilen lesen, interessieren sich für Motorsport auf 2 Rädern. Manche weniger, manche mehr, manche aktiv, mache passiv. Hier werde ich Euch berichten, wie mein Werdegang war und ist, weil er, wie ich finde, sehr besonders ist. Ich habe durch den Rennsport und besonders in der IG Königsklasse Freunde gefunden, die eine Unterstützung gewährleistet haben, mit der ich nicht gerechnet hätte. Aber dazu mehr in meiner Geschichte.
Alles begann im Jahr 2014. Ich hatte seit ca. einem Jahr den Motorrad Führerschein in der Tasche. Klarer Späteinsteiger. Motorsport fand ich immer gut, die Reifen meines Autos haben manchmal vielleicht zu oft im öffentlichen Straßenverkehr gequietscht. Aber irgendwie hat es viele Jahre gedauert, bis ich verstanden habe, dass man auch auf dem Motorrad den Grenzbereich erfühlen kann. Ich kannte nur das Auto, und dachte immer: Beim Motorrad, wenn Du da rutschst, dann liegst Du da. So hab ich sehr viele Jahre Null Interesse am Motorrad gehabt, mir fehlte einfach die richtige Information. Gepaart mit Starrsinn natürlich.
Doch dann hatte ich auf Grund von Interesse an Oldtimern auf einmal einen Kumpel, der mich mit seinem Vorkriegsmotorrad etwas rumtuckern ließ. Geil. Sommer, T-Shirt flattert im Wind, der Motor knattert laut… Was ein Lebensgefühl. Und weil Zweitakter ja nun in einem gewissen Rahmen auch Oldtimer sind, stand auf einmal eine RD350 in der Garage. Ziemlich schnell habe ich erkannt, das Straßenverkehr + Motorrad + schnell fahren keine gute Idee ist. Ist sehr gefährlich sogar, nach meiner Meinung. Zum Glück habe ich dann meine Schnell-Fahr-Ambitionen auf die Rennstrecke verlegt.

Und irgendwie hats da Klick gemacht. Motorradfahren auf der Rennstrecke war bezahlbarer Rennsport. Es war anstrengend, fordernd, und unglaublich intensiv. Und das ist es wohl, was mich hat weitermachen lassen. Nach ein paar Renntrainings und etwas Internetrecherche, hab ich mich, voll des Übermutes, für das erste IGK Rennen angemeldet. Das war in Brno 2015.

Mein Ziel war: Spaß haben. Und nicht letzter werden. Das Resümee nach dem ersten Wochenende: Ziele erreicht. Und was habe ich sonst noch erfahren? Tolle Bekanntschaften gemacht. Ich war neu, ich kannte niemanden, ich habe keinen Tag alleine gegessen, bin abends eingeladen worden, mir ist geholfen worden, ich habe Tipps bekommen – ein tolles Erlebnis. Eins, das mich hat weiter machen lassen in der Königsklasse. Bis heute.

Naja, der erste Schritt danach war dann, die komplette Saison zu fahren. Alle Rennen auf dem Kalender. Und wieder mit dem Ziel: Spaß haben. Und nicht letzter werden. Aber es kam anders. Weil es ja auch noch die Meisterschaftstabelle gibt. Und da stand ich drin, am Anfang recht weit unten. Aber irgendwie… kletterte ich dann so langsam nach oben. Bis zum Finale, dem letzten Rennen der Saison. Dahin bin ich als zweiter in der Meisterschaft angereist. Ohne Ambitionen, denn der bis dahin Führende war fahrerisch klar stärker. Doch es kam Pech dazu – für meinen Konkurrenten. Er stürzte im ersten Rennen, was auf einmal für mich hieß: Punkte sammeln. Das tat ich, und das Unglaubliche passierte: Meister im ersten Jahr in der Königsklasse! Unfassbar

Und an diesem letzten Wochenende des Jahres passierte etwas sehr Besonderes. Schon beim Rennen in Most in 2015 lernte ich Günter kennen. Sehr aktiver Motorsportler in seinen jüngeren Jahren als Fahrer und Mechaniker, mit einigen Achtungserfolgen. Und er hat nie die Begeisterung für dieses Hobby (oder diese Berufung?) verloren, auch jetzt nicht. Man kann wohl sagen er befindet sich schon im gehobenen Rentenalter.
Da aktives Fahren leider nicht mehr sinnvoll möglich ist, kümmert er sich nun um den Nachwuchs. Also meistens jedenfalls, bei mir hat er sich leider bezüglich meines gehobenen mittleren Alters verschätzt… Frei heraus fragte er mich, ob ich in der nächsten Saison nicht SEIN Motorrad fahren wollte: Ein vollwertiger Production Racer, inklusive Betreuung durch einen ehemaligen GP Schrauber - also ihn. So fuhr ich im Winter 2015 zu Günter um seine Honda RS125R zu begutachten. Da stand sie also vor mir, das Motorrad, das deutlich mehr können sollte als sein Fahrer, und das bei guter Pflege und Zuwendung wohl unübertroffen bezüglich seines Handling ist.

Ich brauchte ein paar Tage Bedenkzeit um zu entscheiden, ob ich mich denn wohl auf so ein Abenteuer einlassen sollte. Motorrad von einem Fremden, großer finanzieller Einsatz, wenn ich das Ding im Gebrauch nachhaltig verbiegen sollte, und die Ungewissheit, ob ich mich denn wohl dauerhaft mit einem Rentner verstehen werde??? Das Drumherum klang aber alles sehr vernünftig. Ich hatte im Winter ein paar Wochen Zeit um den ersten Einsatz vorzubereiten (ich bin schließlich Kontrollfreak), Sturzteile waren ausreichend vorhanden. Also fuhr ich im Frühjahr 2016 zu Günter und lud den ganzen Kram in meinen Anhänger. Und fuhr davon. Zu dem Zeitpunkt kannte Günter noch nicht mal meine Adresse. Er mußte wohl genauso scharf darauf sein auf die Rennstrecke zu kommen wie ich.

Über die Saison wurde viel geschafft. In gemeinschaftlicher Abstimmung wurden ein paar Brennräume für die Honda angefertigt, die üblichen Wartungsarbeiten wie Kolben und Kurbelwellen tauschen durchgeführt, und der Fahrer trainiert auch fleißig. Es ging stetig bergauf, die Rundenzeiten wurden besser. Am Schluß der Saison funktionierte die Abstimmung von Vergaser, Verdichtung und allen weiteren Kleinigkeiten wie Kühlerleistung, Übersetzung, Gabel- und Federbeinabstimmung schon ziemlich gut. Ich hatte keinen einzigen technischen Ausfall. Und ein paar Achtungserfolge waren auch dabei. Das machte Mut für 2017.

Also wurde die Saison 2017 angegriffen. Günter war wie immer bei jedem Einsatz vor Ort dabei. Er genoss es wohl, sich mit mir über die korrekte Bedüsung vor jedem Lauf zu streiten, wobei ich bis heute nicht verstehe, warum. Dachte immer ich wäre da ziemlich besserwisserisch, aber seine bayrische Gelassenheit hat da jeden Konflikt kompensiert. Im Winter wurden ein paar Tuningmaßnahmen am Motor vorbereitet, die wir aber leider nie so richtig ans Laufen gebracht haben. So wurden alle Rennen mit dem verlässlichen, aber leider etwas schwachen Standardmotor bestritten. Das Gute daran war, dass der Fahrer (also ich) sich aufs Wesentliche konzentrieren konnte: Das Fahren. Wie so oft war da das meiste Potential zu holen. Und ich bin froh, dass so manches Potential freigelegt wurde: Und das bringt mich wieder an den Anfang der Geschichte. Das Rutschen. Es geht auch mit dem Motorrad. Sogar kontrolliert. Und wiederholbar. Und es macht noch mehr Spaß auf 2 Rädern als auf 4 Rädern.

 

Gruß Boris

 


Erste Gehversuche auf der RD3500

 

RGV in Brno bei meinem ersten IGK Rennen überhaupt

 

Saisonfinale in Oschersleben

 

Günter auf RS125R - nur im Fahrerlager

 

Klein machen in Assen

 

Bremstechnikverbesserung in Dijon

 

 

 

 

 



 

 



 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 
Jahreshauptversammlung am 27.01.18 im Gasthof Robens zw. Köln und Düsseldorf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stephan Grün   
Dienstag, den 03. Oktober 2017 um 19:26 Uhr

Anmeldung online siehe Pfeil

 

 

Unsere Jahreshauptversammlung für 2017 findet am 27.01.18 im Gasthof Robens in Dormagen statt. Beginn ist 14 Uhr.

Im Gasthof ist der Veranstaltungssaal zu finden als auch 22 Doppelzimmer, welche bis zum 01.12.17 für die IGK reserviert sind. Aufgrund einer Bootsmesse am gleichen Datum können die Zimmer nicht länger reserviert werden und werden ab 02.12. sofort vergeben.

Wir freuen uns auf unsere Mitglieder und Gäste.

Zimmerreservierung bei:

Heinrich & Gaby Robens
Hindenburgstr. 28
41542 Dormagen/Nievenheim

Tel. 02133/90277
Fax 02133/90260

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

http://www.uebernachtung-dormagen.de/

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Rennbericht Most PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter Schulte Wien   
Donnerstag, den 21. September 2017 um 09:30 Uhr

Das Saisonfinale zur diesjährigen Internationalen-Zweitakt-Meisterschaft der IG Königsklasse fand auf dem Autodrom Most in Nordböhmen statt. 
Die 4,2 km lange Strecke hat seit den 90er Jahren an motorsportlicher Bedeutung verloren, 
befindet sich aber nach diversen Umbauten und stellenweiser Erneuerung des Straßenbelages wieder in gutem bautechnischen Zustand.

Ausrichter der Veranstaltung war das Motorrad-Action-Team, welches auch für die Durchführung der aktuellen IDM verantwortlich ist.


Bei wechselhaften aber doch meist trockenem Wetter gingen insgesamt 31 Fahrer in den einzelnen IGK-Klassen an den Start.

Nach der Möglichkeit zum freien Training am Freitag wurden die Läufe zum Zeittraining am Samstag insgesamt von Patrick Unger (#113) auf seiner Aprilia RSW 125 dominiert.

Der IDM-Vizemeister von 2004 in der 125er Klasse wurde somit von Anfang an seiner Favoritenrolle gerecht. Er setzte sich bei den 125ern vor Micky Winkler (#86) und Sirko Wache klar durch.

Nicht dabei war hier Boris Pütz, der sich leider bereits im freien Training verletzt hatte und vorzeitig abreisen musste

Überlegen auch die Trainingsleistung von Ron Schönfelder #6 auf Ronax in der 500er Klasse.

Souverän distanzierte er hier Uwe Elschner und Uli Dietz.

Auch in der Klasse bis 250ccm-Serie konnte sich Martin Koller auf Aprilia RS vor Marco Altdörfer und Martin Uebel noch recht deutlich durchsetzen.

In der Klasse 250ccm GP waren die Zeitabstände weniger groß. Björn Steinmetz (#23) sicherte sich hier den besten Startplatz vor Uwe Bärwald (#29) und dem Schweizer Andreas Götti (#44).

Am Samstagnachmittag ging es dann bei guten Witterungsbedingungen, leider aber vor völlig leeren Zuschauerrängen, in das erste Rennen.

Im Wellenstart nahm zunächst die Klasse bis 500ccm und 250ccm GP das Rennen auf, gefolgt von der Klasse bis 125ccm, der 250ccm Serienklasse und zwei Gastfahrern aus dem 250ccm-Viertaktbereich.

In der Klasse bis 500ccm bestätigten sich die Trainingsresultate auch im Rennen.

Ron Schönfelder siegte hier vor Ewe Elschner und Uli Dietz.

In der 250ccm GP gewann Andreas Götti auf seiner Honda vor Björn Steinmetz und Uwe Bärwald.

Aber auch um die Plätze bis Rang 5 wurde hart gekämpft. Auf Rang 4 kam Werner Cvetko vor Peter Schulte Wien ins Ziel.


(hier noch Uwe #29 vor Peter #34 und Werner #74)

Bei den 250ccm-Sereinmaschinen setzte sich Jörg Eberhardt vor Martin Uebel und Andreas Lindberg durch und sicherte sich so den diesjährigen IZM-Titel seiner Klasse.

In der Klasse bis 125ccm war die IZM bereits am Schleizer Dreieck zu Gunsten von Micky Winkler entschieden worden.

Im Rennen in Most musste aber auch er sich Patrick Unger geschlagen geben und wurde Zweiter.

Auf Platz 3 kam, der im Freitagtraining böse gestürzte und daher noch angeschlagene, Adrian Hähle (#98) ins Ziel.

Die Überlegenheit von Patrick Unger spiegelte sich auch in den gefahrenen Rundenzeiten wieder. Keiner im gesamten Fahrerfeld war in diesem Rennen schneller als der fünfache Wildcard WM Starter!

Am Sonntagmorgen lag zunächst dichter Nebel auf der Strecke, so dass kein planmäßiges Training möglich war.

Die Verantwortlichen des Motorrad-Action-Teams passten den Zeitplan aber so an, dass auch die Starter der IGK die Möglichkeit erhielten, noch ein "Warm Up" zu fahren. 
Ein Dankeschön dafür! Am Sonntagnachmittag wurde dann, nach identischen Startprozedere, das zweite und sogleich letzte Rennen der diesjährigen Saison gestartet.

Leider mußte dieses Rennen in Runde 5 nach einem Sturz von Uwe Bärwald abgebrochen werden, welcher für diesen aber glücklicherweise ohne ernste Verletzungen blieb.

Ein Neustart erfolgte nicht und so wurde der Stand aus Runde 4 gewertet. was bedeutete, das in der Klasse bis 500ccm erneut Ron Schönfelder vor Uwe Elschner und Uli Dietz siegte. 
So machte Ron nochmals deutlich, warum er bereits als diesjähriger Titelträger seiner Klasse in der IZM feststand.

Jens Bebiolka hat in der Klasse bis 250ccm GP vor den Wertungsläufen in Most zumindest noch theoretische Titelchancen, zumal der Meisterschaftsführende Mike Vökt nicht genannt hatte.

Er kam aber hinter Andreas Götti, Uwe Bärwald und Björn Steinmetz ins Ziel und muss sich so mit dem Vizetitel hinter Mike Vökt begnügen.

Bei den 250ccm Serienmaschinen gewann wiederum Jörg Eberhardt diesmal vor unserem X-Lite Mann Marco Altdörfer und Martin Uebel.


(H
er noch Martin #291 vor Jorki#206 und Marko #379)


In der Klasse bis 125ccm wiederholte Patrick Unger seinen Sieg vom Vortag vor Micky Winkler und Chris Meyer. Die absolut schnellste Rennrunde ging diesmal an Ron Schönfelder.


(Mit auf dem Podium der einsame Moto3 Sieger Florian Weis)

Erfreuliches noch vom Rande der Veranstaltung: 
Im Fahrerlager war auch Franko Piesner, der im Juni diesen Jahres beim Rennen in Brünn gestürzt war und sich dabei schwer verletzt hatte, anzutreffen. Er befindet sich auf den Weg der Besserung!

Euer Bertram Hähle

Wir bedanken uns für den tollen Rennbericht beim Hähle Team und für die Fotos bei Friedemann Dommenz, der auch die Urheberrechte an den Bildern besitzt.

 
Ergebnisse 6 Bilder Most PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stephan Grün   
Montag, den 18. September 2017 um 19:37 Uhr

Die Ergebnisse und die finalen Meisterschaftstände nach Most sind schon online.

Die ersten Bilder von Mario findet ihr schon in der Cloud ,eine kleine Auswahl schon hier:

 

 
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