Am letzten Juni Wochenende ging es in Most dann weiter mit dem dritten Rennwochenende.
Nachdem die meisten bereits am Freitag getestet haben, ging es am Samstag darum sich einen möglichst guten Startplatz für das Rennen am Nachmittag zu sichern.
Die Bedingungen hätten dabei nicht besser sein können: Gut 26° und vereinzelt Wolken, welche die Kraft des gelben Planeten etwas einbremsten, dazu eine mittlerweile komplett neu geteerte Strecke.
Die Poleposition in der ersten Startwelle ging dabei an Alexander Jehn (GP500) vor Peter Seydel (GP500), direkt dahinter positionierte sich der schnellste GP250 Fahrer Robert Dehner, welcher sich im Qualifying vor Rene Voß behauptete. Den im Gesamt Klassement fünften und in der Moto3 Klasse ersten Startplatz, sicherte sich Carlos Schröter.
In der zweiten Startwelle ging es auch eng zu. Der vorderste Platz in der zweiten Welle ging an Daniel Kämmerling, vor Kamil Kruppa der einen Hauch schneller war als der dritte Jörg Eberhardt. Die Meisterschaftsführenden Niklas Seydel und Alexander Bannert mussten sich mit Startposition 4 & 5 begnügen. Beide trennten zu Beginn des Rennwochenendes lediglich ein Punkt in der Meisterschaft.
Die zweite Startreihe der zweiten Welle wird vom schnellsten GP125 Fahrer Klaus Ernst komplettiert, der im Qualifying schneller war als 125er Urgestein Reiner Scheidhauer.
In der SP125 war Hendrik Pelzer schnellster Fahrer des Qualifyings.
Rennen1:
Die Starts beider Startwellen liefen reibungslos ab, ohne Zwischenfall in der berüchtigten ersten Schikane in Most.
Alexander Jehn erwischte aber keinen guten Start ins Rennen und wurde erstmal bis auf Platz 5 durchgereicht, um anschließend aber innerhalb der nächsten Runden sich wieder bis auf Platz 1 vorzufahren und in den anschließenden Runden einen sicheren Vorsprung und damit den Sieg in der GP500 rauszufahren. Platz zwei ging an Vorjahresmeister Peter Seydel und Platz 3 an Stefan Sheriff.
In der GP250 gewann Robert Dehner ungefährdet vor Markus Pekacar und Denny Petzold.
In der SP250 gab es im Rennen einen Vierkampf zwischen Niklas Seydel, Daniel Kämmerling, Kamil Kruppa und Jörg Eberhardt. Hier auch schön eingefangen von Kamil Kurppa: https://www.youtube.com/watch?v=0mw9YpOABEA
Platz1 ging letztendlich an Niklas Seydel, vor Daniel Kämmerling und Kamil Kruppa.
Die GP125 gewann Klaus Ernst vor Reiner Scheidhauer. Der dritte Platz ging an Winfried Mühling.
In der SP125 siegte Hendrik Pelzer vor Dirk Hoffmann.
Rennen2:
Am Sonntag stand früh morgens zunächst nochmal ein 20 minütiges Warm-Up an, um sich auf das Rennen um die Mittagszeit einzugrooven.
Auch das zweite Rennen konnte Alexander Jehn gewinnen, vor Peter Seydel. Den dritten Platz sicherte sich diesmal aber Jakob Gassmann auf seiner Wittgass 421.
In der GP250 gab es hingegen einen komplett anderen Ausgang. Diesmal ging der Sieg an Rene Voß, der das erste Rennen schon vor dem Rennstart aufgrund von Zündungsproblemen beenden musste. Den zweiten Platz sicherte sich Markus Pekacar vor Michael Deisinger, alle auf Honda RS250.
Drama bis zur letzten Runde und danach gab es in der SP250. Während sich Niklas Seydel und Daniel Kämmerling um den Sieg stritten, wurden sich auch Jörg Eberhardt und Kamil Kruppa das Rennen über nicht einig über Platz 3. Wer nun glaubte mit passieren des Zeilstrichs herrschte Klarheit über den Ausgang der irrte. Beim Kampf um Platz 3 gab es hier keine Diskussion, Jörg hatte Kamil auf Platz 4 verwiesen und fuhr auf Platz3 über den Zielstrich.
Daniel Kämmerling kam zwar auf dem ersten Platz über den Zielstrichs, jedoch gab es noch eine Unsicherheit: aufgrund eines Sturzes in der ersten Rechts der Doppelrechts auf Start/Ziel wurde dort gelb geschwenkt. Niklas Seydel und Daniel Kämmerling kamen im Parallelflug zur Stelle mit der gelben Flagge, danach stellte sich die Frage: überholt oder nicht überholt unter gelb.
Beide Fahrer gingen sehr fair mit der Situation um: sie warfen eine Münze wer den Sieg für sich beanspruchen darf. Das Glück war hier auf Niklas Seite und so entschied sich Daniel dafür eine Strafe wegen überholen unter gelb auf sich zu nehmen - Hut ab vor so viel Fairplay nach einem beinharten Zweikampf mit 1:52er Rundenzeiten mit den Serien 250ern.
In der GP125 hatte es Klaus Ernst diesmal nicht so leicht gegen Reiner Scheidhauer und musste mehrere Attacken von diesem Abwehren und konnte sich in der letzten Runde dann doch noch den zweiten Sieg holen. Platz drei ging erneut an Winfried Mühling.
Hendrik Pelzer zeigte in der Sp125 erneut eine Starke Leistung und Siegte vor Dirk Hoffmann.