Ruhe in Frieden Guido Förster,

Wer kannte ihn nicht, diesen quirligen Typ aus der Eifel? Wem hat er hier in der IGK noch nicht geholfen und mit Rat und Tat zur Seite gestanden? Guido konnte jedem aus seinem unermesslichen Wissen über Zweitaktmotoren bei der Problemlösung helfen. Er war schon lange bei der IGK dabei. Hat aus einer serienmäßigen Aprilia RS250 ein konkurrenzfähiges Motorrad in der 250er PR Klasse gebaut. Einige Fahrer hatten die Ehre mit diesem einmaligen Motorrad Siege und Platzierungen einzufahren. Für Guido war die RS 250 ein niemals endendes Projekt, Leidenschaft und Basis um sein Wissen stetig zu erweitern.

Begonnen hat das alles vor 45 Jahren aus einer Bierlaune heraus. Ein sehr guter Freund sagte ihm, dass er vor hätte, sich eine 250er PR zu kaufen. Guido erwiderte, „Wenn du das tust, werde ich dein Schrauber“! Und so begann die Zweitaktkarriere. Viele Erfolge und viele Misserfolge folgten über die Jahre im Rennsport. Guido sah bei jedem Misserfolg auch die Chance wieder etwas dazu gelernt zu haben, um es besser zu machen. Er war ein Perfektionist. Wenn es nicht gut war, wurde so lange daran gefeilt und getüftelt bis es für ihn, (und hier liegt die Messlatte sehr hoch) wirklich perfekt gewesen ist.

All dies reichte, um eine kleine Firma zu gründen „MuS Förster“, die Guido zum Florieren brachte und er Zweitaktmotoren überholte, reparierte und optimierte. Sowohl Straßenmotorräder und Motoren, als auch Rennmotoren verpasste er mehr Leistung und glich Systeme aufeinander ab. Nächtelang schraubte und verfeinerte er die Abstimmung, bis der optimale Sound aus dem Auspuff für ihn zu hören war.

Guido war darüber hinaus ein sehr geselliger Mensch, mit dem man lustige Runden bei dem ein oder anderen Bierchen und viel Fachsimpelei erleben konnte. Er liebte seine Familie. Seine Frau, seine Kinder und Enkelkinder waren ihm heilig.

Guido, du wirst uns schrecklich fehlen!!

Text: Dirk Broecheler