Rennbericht Assen

Nach einem Saisonauftakt ohne Rennen ging es Ende Mai in den Norden zum TT-Circuit Assen, die Kathedrale der Geschwindigkeit und an diesem Wochenende sollte uns der Wettergott hold sein.

Freitag nutzten ein paar die angebotenen Zusatztrainings um richtig in Schwung zu kommen. Die Sonne zeigte sich dabei äußerst engagiert und bescherte uns mit 30° nicht nur bestes Wetter, sondern auch gleich einen ersten Belastungstest für Fahrer und Maschine.

Nachmittags ging es dann ins freie Training – aufgrund Kommunikationsschwierigkeiten im Vorfeld getrennt nach Klassen in den Verschiedenen Trainingsgruppen. Was den jeweils anderen aber die Gelegenheit bot sich die anderen Klassen auch mal anzusehen.

Freitag abend stand dann mit dem Qualifying der erste Ausritt mit allen Piloten gemeinsam an – bis hierhin hatten wir bestes Wetter, doch es zogen nun Wolken auf und alle waren sich einig:

Raus und gleich eine schnelle Runde setzen bevor es anfängt zu Regnen.  Entsprechend ging es ohne Bummelei und Taktikspielchen direkt ans Eingemachte. Denn beim Durchbeschleunigen raus aus der Struben und dem durchzappen des Getriebes nahte die Dunkelheit mit jeder Runde schneller heran, Runde um Runde, bis die meisten Fahrer nach 7 Runden und immer stärker werdendem Wind verließen. Den nach dem sichern einer schnellen Zeit, galt es nun die Rennzelte zu sichern. Denn etwa Zeitgleich mit dem Abwinken des Qualifying brach auch direkt ein halbstündiger Sturm mit entsprechend heftigem Regen los.

Die gesamtschnellste Zeit konnte dabei Mike Vökt auf seiner Yamaha TZ250 verbuchen, trotz diletantischer Unterstützung durch unseren verletzten zweiten Vorstand Peter Schulte Wien. Direkt dahinter folgte der Holländer Jan Deeurlo auf Suter MMX500 und Lucas Schneider ebenso auf TZ250.  Das Feld war dabei sehr eng beisam, den mit nur 0,044 Sekunden Rückstand platzierte der französische Gaststarter Jimmy Lafineur seine TZ250 auf der 4. Die Top 5 komplett machte 500er Pilot Jakob Gassmann auf seiner Wittgas 421. Schnellster SP250 Pilot war indes Niklas Seydel während in der GP125 die TZ125 von Hermann Brinkmann ganz oben im Zeitentableu zu finden war.

Eine Stunde nach dem Sturm war keine Spur mehr von diesem zu sehen, der Himmel wieder klar und die Fahrer in mehreren Grüppchen zusammen am Grillen und Abendessen.

Auch Samstags lies uns die Wetterfee nicht im Stich und es ging daran seine Zeiten im zweiten Qualifying nochmal zu verbessern.

Dabei ging es an der spitze in allen Klassen eng zu, beste Vorausssetzung für spannende Rennen.

Spannende Rennen gab es dann auch in allen Klassen. 

In der GP125 konnte sich Klaus Ernst den Sieg sichern vor Reiner Scheidhauer und knapp dahinter Hendrik Pelzer, der von SP125 in die GP125 gewechselt ist.

Podium GP125: v.L.n.R.: Hendrik Pelzer, technischer Betreuer Günther Belm, Fahrer Klaus Ernst, Reiner Scheidhauer.

#88 Reiner Scheidhauer, hier noch vor #120 Klaus Ernst, dahinter #63 Hermann Brinkmann auf TZ125

Ebenso knapp ging is in der GP250 zu. Den Sieg einfahren konnte Mike Vökt. Nur zwei zehntel dahinter folgte, getrennt lediglich durch einen Wimpernschlag, auf Platz zwei der französische Gaststarter Jimmy Lafineur und 0,003 Sekunden später Chris Schneider. Alle drei auf Yamaha TZ250.

#61 MIke Vökt vor #14 Chris Schneider im Hintergrund mit #1 Peter Seydel

Bei den 500ern führte im ersten Rennen kein Weg an Jörg Schöllhorn und seiner Roc-Yamaha YZF500 vorbei. Den zweiten PLatz sicherte siche Vorjahresmeister Peter Seydel vor Jakob Gassman auf Platz 3.

Aber auch in der Serienklasse 250 gab es durch das ganze Feld hindurch Positionskämpfe. Den Sieg sicherte sich dabei in der letzten Runde Daniel Kämmerling vor Niklas Seydel. Auf dem dritten Platz folte dann Kamil Kruppa mit seiner gelben Rakete.

 

Nach dem Rennen knallten die Korken bei der Siegerehrung in der Serienklasse.

 Sonntag ging es dann bei bestem Wetter weiter mit der Rennaction.

Hier zeigte sich das in der Serienklasse250 kein kraut gegen Daniel Kämmerling gewachsen war. Dieser siegte erneut vor Niklas Seydel und Kamil Kruppa.

 

#259 Daniel Kämmerling hier vor #254 Kamil Kruppa im Hintergrund #201 Martin Koller der das Podium auf PLatz 4 verpasste

In der GP500 siegte erneut Jörg Schöllhorn. Platz zwei ging diesmal aber an Jan Deurloo und Platz drei an Michale Eckert. 

#164 Jan Deurloo auf Suter, hier noch vor dem späteren Sieger #3 Jörg Schöllhorn; im HIntergrund: #90 Gerd Ronellenfitch und #94 Mathias Bormann

Im Zweiten Rennen der GP250 gab es dieses mal auch einen anderen Zieleinlauf. Den Sieg holte sich diesmal der deutsche Chris Schneider, vor dem Holländer Erwin Postmus und dem Franzosen Jimmy Lafineur auf Platz 3. Was ein komplettes Yamaha TZ250 Podium macht.

#V.l.n.r.: Erwin Postmus, Chris Schneider mit Nachwus & Jimmy Lafineur

Einen weiteren spannenden Lauf in der GP125 gab es ebenfalls. Dieses mal ist es Reiner Scheidhauer der sich den Sieg holte. Platz zwei ging an Herman Brinkman und damit ist seit langem wieder eine Yamaha fahrer in der GP125 auf dem Podium. Platz3 ging an Hendrik Pelzer.

Podium GP125: v.L.n.R.: Hermann Brinkmann Reiner Scheidhauer & Hendrik Pelzer

#63 Herman Brinkman auf TZ125

Alles in allem eine sehr schöne Veranstaltung bei bestem Rennfahrerwetter. 

Vielen Dank an Mario Dymarz für die Bilder! 

Der Mann hinter der Kamera: Mario Dymarz

Text: Martin Koller