Vorletzte Station unseres Racing Wanderzirkus war die Eifel. Dort waren wir auf der Nürburgring GP Strecke am Start.
Der immer rührige MSC Portz veranstaltete zum vierunddreißigsten Mal den .
Die Einschreibung fand Freitagabend bei Peter statt, die technische Abnahme machte das Team vom ADAC reibungslos im Dekra Haus und die Fahrerbesprechung war zu frühschlafender Zeit im Media Center.
Beim Kölner Kurs hatten wir die Möglichkeit unsere Felder zu trennen. Die SP250 ging zusammen mit den Freunden vom an den Start. Das harmoniert auf der Strecke wunderbar, nur die Klangkulisse ist dann deutlich vielfältiger. Auch konnten wir so vielen Fahrern einen Doppelstart ermöglichen, was gerne angenommen wurde.
Das freie Training und das erste Zeittraining war für beide Felder nass, für die Startaufstellung relevant sollte das zweite Zeittraining sein.
Das begann um 15:10 für die SP250 und wurde dominiert von Daniel Kämmerling (#259), der seinen Heimvorteil nutze und Dauerkonkurrenten Niklas Seydel (#211) um 3 Sekunden hinter sich ließ. In Lauerstellung folgten den beiden Kamil Kruppa auf der gelben Raketen Aprilia RS250 und Peter Lehr auf der Yamaha TZR250 2MA. Schnellester Mann im MZ Cup war das IGK Mitglied Johann Karl.

Das Hauptfeld ging um 17:15 in das entscheidende zweite Zeittraining. Unser GP500 Routinier Jörg Schölhorn hat direkt ein Zeichen gesetzt und sich mit einer Zeit von 2:16 die Pole gesichert.
Dann folgte die Armada von GP250 Treibern. Den meisterschaftsführenden Robert Dehner (#38), Marcel Mendel und Markus Pekacar (#21) trennten keine Sekunde, hier war für Spannung gesorgt.

Unser zweiter Aspirant auf den GP250 Titel, Carsten Schröter, sortierte sich zwei Reihen hinter Robert ein und war somit auf zwei sehr gute Starts oder eine erfolgreiche Aufholjagd angewiesen.
In der GP125 zeigte unser Ex GP Fahrer Reiner Scheidhauer, dass er nichts verlernt hat und war Schnellster vor Lucas Schneider und Hendrik Pelzer.
Am Abend hatten Felix und Michael Kahmann die IGK zum gemeinsamen Grillen geladen, bei dem das ein oder andere Bierchen getrunken und viel Benzin gequatscht wurde.
Sonntags um kurz nach neun ging es dann für das Hauptfeld der IGK in die Startaufstellung. Der Eifelgeist hatte zugeschlagen und wir hatten ein ungewöhnliches Startprozedere. Letztendlich lief alles glatt und im GP250 Feld wurde feinstes Racing ausgetragen. Im Zieleinlauf trennten den GP250 Sieger Carsten Schröter (49), den zweiten Robert Dehner (38) und den dritten Marcel Mendel nur 0,4 Sekunden. So konnte Carsten seinen Rückstand auf Robert um 5 Punkte verkürzen.
Gesamtsieger wurde Schölli (#3), den zweiten Rang bei den GP500 räumte Norbert Klein ab, der sich gleichzeitig noch über die schnellste Rennrunde freuen durfte. Peter Seydel folgte auf Rang 3 in der GP500 und musste sich langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass er nächstes Jahr nicht mehr mit der #1 an den Start geht.

Die kleine Unruhe bei der Startaufstellung lies Reiner Scheidhauer nach über 50 Jahren Rennerfahrung absolut unberührt, er siegte mit fast 30 Sekunden Vorsprung vor Hednrik Pelzer und Johannes Kessler.
In der SP125 gingen im ersten Rennen nur zwei Fahrer an den Start, Dirk Hoffmann siegte auf der Aprilia RS125 von Martin vor Dirk Ressin.
Denn 11:00 Zug bildete dieses Mal die SP250 gemeinsam mit dem MZ Cup. Hier ging es mit einem Wellenstart ins Rennen, die SP250 voraus. Nach ein wenig Hin und Her hatte Daniel die Führung vor Niklas übernommen und selbst der engagierteste Streckensprecher konnte die Spannung nicht bis zum Schluss aufrechterhalten. Das Podium komplettierte Kamil Kruppa, der sich jetzt so langsam ein groovte. Auf dem undankbaren vierten Rang folgte Christoph Pocher vor unserem Chef Martin Koller.


Um halb Zwei startet das zweite Rennen des IGK Hauptfeld. Der Start verlief jetzt in der gewohnten Art und Schölli übernahm sofort die Führung.

Dahinter bildete sich ein sehenswerter Dreikampf in der GP 250, den letztendlich Markus Pekacar (#21) vor Carsten Schröter (#49) und Robert Dehner (#38) gewann.

Die Plätze links und rechts auf dem GP500 Podium errungen Peter Seydel und Norbert Klein.
In der GP125 gewann Lucas Schneider vor Reiner Scheidhauer und Hendrik Pelzer.
In der SP125 siegte wiederum Dirk Hoffmann, gefolgt von Kamil Kruppa auf Anjas gelben Raketchen und Dirk Ressin.
Eine kleine Anekdote am Rande. Schölli ist ein Spezialist darin, so spät wie möglich in die Startaufstellung zu fahren, um möglichst lange die Reifenwärmer drauf zu halten. So auch im Rennen 2, bei dem sein Boxennachbar Pierre sich an Schöllis Timming orientierte. Letztendlich war Schölli noch pünktlich an der Boxenausfahrt, die dann vor dem direkt folgenden Pierre auf Rot umsprang. Pierre reagierte nicht schnell genug, fuhr Schölli hinterher und kassierte dafür dann die Disqualifikation.
Um 14:50 dann der Start des zweiten Rennens der SP250. Erst sah es so aus, als ob wieder Daniel und Niklas das Tempo machen, aber Kamil blieb dran und konnte zu Rennhalbzeit die Führung übernehmen. Die konnte er auch in den Runden 5 und 6 auf fast 3 Sekunden ausbauen. Aber Daniel und Niklas ließen nicht locker und kämpften sich wieder ran. Auf dem Zielstrich war Kamil dann noch 7/100 Sekunden vor Daniel, Niklas folgte mit 0,2 Sekunden Abstand in Schlagdistanz.


So schön kann Racing sein.
In Hockenheim wird es in der GP125 und der GP250 noch mal richtig spannend.
Robert Dehner hat 16 Punkte Vorsprung vor Carsten Schröter, das Polster ist nicht dick genug, um sich darauf auszuruhen.
In der GP125 ist es noch spannender.
Hier führt Hendrik Pelzer mit 133 Punkten vor Reiner Scheidhauer mit 125 Punkten und Lucas Schneider mit 125 Punkten.
Bis Hockenheim
Peter